„Ostrotzlöffel“ und „gottlose Type“? Von wegen.

Petra Pau erzählt im Stadtlabor aus ihrem Leben

 

Wer das politische Berlin verfolgt oder nur einfach Zeitung liest, der muss sie kennen. Wenn nicht aus politischen Statements, dann doch wenigstens wegen der roten Haare und der brüchigen Stimme. Oder dem, was manche Journaille meinte, der Linkenpolitikerin an Prädikaten zuordnen zu müssen. Auch darüber sprach sie im Zeiter Stadtlabor und las manche amüsante Anekdote aus ihren Büchern.

 

Petra Pau war von 2006 bis 2025 Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages. So lange in einem wichtigen Amt ist man sicher nicht als „gottlose Type“, die sich „ostrotzlöffelmäßig“ gibt, wie über sie von Journalisten schon geschrieben wurde. Pau ist eine ehrliche Type, macht aus ihrem Herzen keine Mördergrube. Sie hat eine Haltung, wofür sie dann auch schonmal einen parteilosen Sitz im Deutschen Bundestag in Kauf nimmt. Frauen mit Biss, die sind nicht jedem recht. Es jedem recht machen ist ohnehin nicht ihr Anspruch.

 

Es sind unfrisierte Erinnerungen, die sie humorvoll an einem kurzweiligen Abend mit dem Publikum teilt und gerne Fragen beantwortet. Direkt und unfrisiert. Begleitet wird Pau von Eva von Angern und Birke Bull-Bischoff. Letztere hatte als Vorstandsmitglied der Rosa-Luxemburg-Stiftung eingeladen. Von Angern ist Chefin der Linken-Landtagsfraktion. Ihren Ausflug nutzte das Dreiergespann für Besuche auf Kloster Posa und Droyßig, wo sie einst vier Jahre studierte und als Freundschaftspionierleiterin und als Unterstufenlehrerin für Deutsch und Kunsterziehung abschloss. Und im Herbst zur Kartoffellese auf die Äcker zog. Nicht ihre einzige Erinnerung an die Region.

 

Foto: Stadtlabor Zeitz

Weitere Informationen

Veröffentlichung

Do, 16. April 2026

Bild zur Meldung

Weitere Meldungen